Parfüm - vom Rauch für die Götter zum Duft für die Menschheit

Jahwe sprach zu Moses: „Beschaffe dir Aromen, du wirst daraus ein Parfum zum Verbrennen machen, es wird gesalzen sein, rein und heilig und Jahwe vorbehalten.“ So steht es schon in der Bibel geschrieben und bedeutet, dass schon in dieser Zeit Aromen zu Ehren einer Gottheit verbrannt wurden. Der lateinische Begriff „Per Fumum“ leitet sich daher ab und bedeutet „Durch den Rauch“.

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Die eigentliche Geschichte des Parfums beginnt in der 18. Dynastie Altägyptens unter der Pharaonin Hatschepsut, die von 1479 bis 1458 v. Chr. regierte. In diesem „Goldenen Zeitalter“ wurden die Duftstoffe nicht mehr nur für die Götter verbrannt, sondern es erfolgte eine Hinwendung zur Parfümierung des eigenen Körpers durch Salben und Pomaden. Die reichen Ägypterinnen benutzten Duftmischungen aus Zitrone, Rosmarin und Anis, während die nicht so Wohlhabenden Minze oder Thymian mit Rhizinisöl mischten. Am erwähnenswertesten sind die aphrodisierenden Parfumkügelchen "Kyphi", welche aus 16 Zutaten zusammengesetzt waren und mit dem sich die Pharaonen in einen Liebesrausch versetzten. „Khyphi“ wurde später von den Arabern und sogar noch von den Römern benutzt. Erst im Jahre 2002 gelang es den Wissenschaftlern gemeinsam mit Kosmetikexperten dieser geheimnisvollen Rezeptur auf die Spur zu kommen.

Das Parfum

Auch in der Hochkultur Indien wurden schon sehr früh parfümierte Salben und Öle zu medizinischen Zwecken und der Körperreinigung benutzt. So ist auch aus dem Kamasutra überliefert, dass jeder gebildete Mensch sich die Verwendung duftender Cremes für den Körper und parfümierten Wachs auf den Lippen zu Eigen machen sollte.

Mit der Eroberung der Welt durch die Kreuzfahrer begann ein regelrechter Siegeszug mit immer neuen Duftstoffen aus allen Kontinenten. Erst im 13. Jahrhundert wurden die Salben und Öle durch das heute bekannte Parfüm, ein Gemisch von Duftstoffen, welche in hochprozentigem Alkohol aufgelöst sind, abgelöst.

Welche Wirkung kann Parfüm haben?

Jeder Mensch nimmt Düfte anders wahr. Bei der Unterscheidung in angenehme und unangenehme Gerüche ist das Limbische System, in dem sich das Emotionszentrum befindet, im Gehirn ganz entscheidend beteiligt. So lösen bestimmte Gerüche spontan Zuneigung oder Ekel aus, je nachdem welche Erlebnisse aus der Vergangenheit damit verknüpft sind.

Auch haben Luftdruck, Klima und Ernährungsgewohnheiten einen großen Einfluss, so dass derselbe Duft an unterschiedlichen Orten anders riecht. Nationale Unterschiede sind noch dazu ausschlaggebend, so werden als Beispiel in den USA ganz andere Düfte bevorzugt als in Deutschland.

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Zudem spielt auch noch die Beschaffenheit der Haut eine Rolle, denn für trockene und empfindliche Haut eignen sich eher fruchtige und frische Düfte, während bei fettiger Haut würzige Düfte sich am besten entfalten.